Klappe auf für Menschenrechte: Filme 2019

Zusammen mit vielen Partner*innen aus Münster zeigen wir Kinofilme im Cinema an der Warendorfer Straße. Mit euch in Münster möchten wir darüber sprechen, welche Visionen ihr für die Zukunft habt.

Jeweils im Sommer 2019 und 2020 erwarten euch spannende, rührende, motivierende, aktivierende, utopische, visionsreiche, kreative, lustige, ernsthafte & nachdenkliche Kinofilme aus aller Welt.

Und dann möchten wir reden:  Über gelebte Alternativen. Direkt nach den Filmen. Mit euch, dem Publikum. Mit spannenden Aktivist*innen.

Mo, 8. 7. 2019 | System Error - Wie endet der Kapitalismus

System Error

Di, 16. 7. 2019| Push - Für das Grundrecht auf Wohnen

Push Banner

Mi, 4. 9. 2019 | El Olivo - Der Olivenbaum

Ein Olivenbaum mit knorrigem Stamm

Mi, 18. 9. 2019 | Power to the Children

Shaktivel mit dem Kinderparlament

Di, 1.10.2019 | Blanka

Mädchen lacht in die Kamera

Do., 17.10.2019, Disturbing the Peace

Wirtschaftswachstum, und das trotz Klimawandel, steigender Armut und Naturzerstörung. Obwohl sie genau wissen, dass unbegrenztes Wachstum auf einem endlichen Planeten unsere Erde zerstören wird, können oder wollen sich die Mächtigen dieser Welt keine Alternativen vorstellen. Der Dokumentarfilm „System Error“ blickt hinter die Kulissen. Der Regisseur begegnet unterschiedlichen Akteur*innen wie einem Hedgefondsmanager und Ex- Berater Donald Trumps, dem chinesischen Airbus-Präsidenten und dem größten Hühnerproduzenten Brasiliens. Durch ihre Augen verdeutlicht er ernüchternd, wieso wir alle das Problem verstehen, aber trotzdem alles so weiter geht wie bisher.

In Städten auf der ganzen Welt schießen die Immobilienpreise in die Höhe. Für das Einkommen der Menschen gilt das nicht. Der Film beleuchtet eine neue Sorte anonymer Vermieter, zunehmend unbewohnbar werdende Städte und eine sich zuspitzende Krise, die uns alle betrifft. Hier geht es nicht um Gentrifizierung: Wir haben es mit einem ganz anderen Monster zu tun. Der Film begleitet Leilani Farha, UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Wohnen. Sie reist um die Welt und versucht zu verstehen, wer aus der Stadt gedrängt wird und warum. „Ich glaube, es gibt einen großen Unterschied zwischen Wohnraum als Ware und Gold als Ware. Gold ist kein Menschenrecht. Wohnen schon“, sagt Leilani.

Alma ist Anfang 20, rebellisch und impulsiv. Ihre ganze Liebe gilt ihrem Großvater, der nicht mehr spricht, seit die Familie gegen seinen Willen den uralten Olivenbaum verkauft hat. Alma will den Olivenbaum nach Hause zurückholen. Doch der Baum steht längst eingetopft im Atrium eines Düsseldorfer Energiekonzerns und ist als Symbol für Nachhaltigkeit sogar Teil des Firmenlogos geworden. Alma stürzt sich in eine Reise, die Don Quijote alle Ehre macht: In Windeseile formiert sich durch die sozialen Netzwerke Europas eine „Free-The- Tree“-Bewegung. Aber wird das reichen, um den Baum zurückzuholen?

Der Film erzählt die Geschichten von Kindern in Indien, die Kinderparlamente gegründet haben, um sich für ihre Rechte einzusetzen und ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

Sie sind 12-15 Jahre und wählen ihre eigenen Minister*innen. Sie sorgen dafür, dass alle zur Schule gehen, kümmern sich um die Umweltprobleme in ihren Dörfern und machen Kampagnen gegen Missstände, mit denen sie nicht länger leben wollen. Der Film erzählt aus der Perspektive der Kinder über ihre Herausforderungen und Aktionen, das eigene Leben und das Leben der ganzen Dorfgemeinschaft zu gestalten. Diese Kinder gehen einen neuen Weg – mit Entschlossenheit, Mut und Kreativität.

Ohne Familie ist das Überleben in der philippinischen Hauptstadt Manila hart: Mit Betteln und Stehlen hält sich die elfjährige Blanka über Wasser. Eines Tages sieht sie im Fernsehen, dass eine Schauspielerin ein Kind adoptiert hat. Fortan möchte Blanka sich eine Mutter kaufen, um auch in die Schule gehen zu können, in einem schönen Haus zu wohnen und ein glückliches Leben zu führen. Eine neue Chance ergibt sich, als Blanka Peter kennenlernt, einen blinden Straßenmusiker. Sie helfen sich gegenseitig: Blanka sammelt Geld beim Publikum und erhält dafür Gesangsunterricht. Zum ersten Mal erkennt Blanka, dass sie noch andere Fähigkeiten hat, als Touristen zu bestehlen.

Nach einer gewaltfreien Demonstration von palästinensischen und israelischen Friedensaktivist*innen werden zwei der Beteiligten verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, die öffentliche Ordnung, den Frieden gestört zu haben. DISTURBING THE PEACE („Landfriedensbruch“) porträtiert Menschen, die vermeintlich den Frieden stören. Sie wurden als Israelis und Palästinenser*innen in den Konflikt hineingeboren, darauf eingeschworen, einander Feind zu sein. Nun fordern sie dieses Schicksal heraus. Die Filmemacher begleiten sie bei diesem mutigen Unterfangen auf ihrem Pfad zur Gewaltlosigkeit.