TrikotTausch: Just do it!

Siegel und Label für eine soziale und umweltfreundliche Produktion von Textilien helfen, ethisch korrekte Kaufentscheidungen zu treffen. Auf dem Weg hin zu einem gerechten Einkommen von Näherinnen und der verpflichtenden Einhaltung von Arbeitsrechten sind sie eine wichtige Hilfe. Bisher gibt es allerdings kein Siegel, das die Einhaltung von Sozialstandards in der gesamten Produktionskette glaubwürdig garantiert.

Über den ethisch korrekten Einkauf hinaus gibt es für jede*n von uns zahlreiche Möglichkeiten, an der Umsetzung von verpflichtenden Regeln für Unternehmen mitzuwirken. Bewusstsein, Solidarität und politisches Engagement sind nötig, um Veränderungen zu bewirken! Das erfordert einen langen Atem, denn Veränderungen treten oft nur langsam ein. Jede engagierte Aktion ist wertvoll!

Engagement

… für faire Regeln in der Sportbekleidungsproduktion

  • Bleiben Sie auf dem Laufenden! Abonnieren Sie Newsletter von Organisationen, die sich für die Rechte von Näherinnen einsetzen, z. B. Kampagne für Saubere Kleidung, Vamos e.V. Münster, Christliche Initiative Romero, INKOTA Netzwerk.
  • Organisieren Sie Informationsveranstaltungen, z. B. mit der Ausstellung »TrikotTausch« oder mit den Bildungsmaterialien im »Sportkoffer« von Vamos e.V.
  • Kaufen sie ihre Textilien bei Unternehmen, die sich zur Bezahlung eines existenzsichernden Lohnes verpflichten und ein ernsthaftes Engagement für bessere Arbeitsbedingungen in der ganzen Lieferkette zeigen. Die Fair Wear Foundation weist die bisher höchsten Standards aus.
  • Führen Sie ein Straßentheater auf, in dem Sie z. B. eine Situation in einer Nähfabrik darstellen. Drehen Sie ein Video davon und veröffentlichen Sie es im Internet.
  • Sprechen Sie in ihrem Sportverein über das Thema. Organisieren Sie z. B. ein Vereinsfest und informieren Sie die Besucher*innen. Fragen Sie den Hersteller Ihrer Trikots, wo er sie produzieren lässt.
  • Organisieren Sie Flashmobs, z. B. vor oder in Bekleidungsgeschäften.
  • Beteiligen Sie sich an den Eilaktionen der Kampagne für Saubere Kleidung.
  • Fragen Sie im Geschäft nach der Herkunft der Textilien.
  • Teilen sie ihr Wissen und ihre Erfahrung. Erzählen sie Freund*innen, ihrer Familie und am Arbeitsplatz, wie die harte Realität in der Herstellung von Bekleidung aussieht.
Flashmob in einem Bekleidungsgeschäft Rechte: Christliche Initiative Romero

… um weniger Textilien zu verbrauchen

  • Kaufen Sie nur Textilien, die Sie wirklich tragen werden. Tragen Sie Ihre Kleidung so lange wie möglich.
  • Wählen sie Kleidungsstücke, die nicht gleich nach dem nächsten Modewechsel unmodern sind, sondern Stücke, bei denen sie sich vorstellen können, sie in mehreren Saisons zu tragen.
  • Verkaufen Sie gut erhaltene Kleidung, die Sie nicht mehr tragen wollen, auf dem Flohmarkt oder im Secondhandladen.
  • Veranstalten Sie eine Kleidertauschparty.
Eine Kleidertauschparty